Review: T.G. Copperfield – „T.G. Copperfield“

3 Dayz Whizkey, HoAß und jetzt solo. Der Regensburger Gitarrist T.G. Copperfield ist beschäftigt, also quasi „busy“ um es in modernem Jargon zu sagen. Selbstbetitelt hat er sein am 20. Januar erscheinendes Soloalbum, auf dem er seine 3-Dayz-Whizkey-Roots zwar nicht verleugnet, doch ein Stück weiter über den Tellerrand schaut und einmal quer durch´s komplette Repertoire amerikanischer Musik pflügt.

Die Gefahr, sich ein Stück weit in die musikalische Belanglosigkeit zu begeben, wenn ein Künstler sein gewohntes Terrain verlässt, ist spätestens nach den ersten beiden Songs, dem Opener „Rolling Stone“, sowie dem bereits als Video veröffentlichtem Rocker „Going Down Fighting“ verflogen. Man merkt, dass in dieser Scheibe extrem viel Herzblut steckt. Gepaart mit dem musikalischen Können von T.G. und seinen Mitmusikern Dr. Will (dr, ausserdem Produzent) Jürgen Reiter (b), sowie Ludwig Seuss (Spider Murphy Gang) an den Keyboards und sehr viel Spielfreude wartet die Scheibe mit zwölf bockstarken Songs auf, die Einflüsse von Blues, Westcoast, Classic Rock, Funk/Soul, Country und düsterer Sumpfmusik (Swamp) zeigen und sowohl für die Cabriotour, als auch für die Rocktime im Kellerclub bestens geeignet sind. Neben den Gitarrenparts übernimmt Copperfield auch die Vocals, was die Aussage, dies seien seine persönlichsten Songs deutlich unterstreicht.

Über Musik zu schreiben ist subjektiv. Kraft meiner Subjektivität bezeichne ich aber T.G.Copperfield schon jetzt mal als Empfehlung für jeden Rockfan. Schade, dass die Scheibe offiziell erst zwosiebzehn veröffentlicht wird. Man hört aber durch verschiedene dunkle Kanäle, dass es sich lohnen soll, noch die 2016er Shows von T.G. oder auch 3 Dayz Whizkey zu besuchen. Eventuell ergattert man ja bereits dieser Tage schon Exemplar, dass man für gute Menschen (oder sich selbst) unter´m Christbaum platzieren kann.

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