Review: ACCEPT „The Rise Of Chaos“

Unvorstellbar, dass es eine Zeit gab, in der das deutsche Metal-Aushängeschild ACCEPT fast von der Bildfläche verschwunden war. Ebenso unvorstellbar, dass es ACCEPT ohne Dirkschneider geben könnte, die derart erfolgreich ist und qualitativ derart hochwertiges Schwermetall produziert wie ACCEPT 2.0 mit dem Amerikaner Mark Tornillo.

Befüttern wir mal das Phrasenschwein: Als ACCEPT 2010 mit „Blood Of The Nations“ – und jetzt kommts .  wie Phoenix aus der Asche wieder neues Material auf den Markt brachten, war das sowohl für Fans, als auch für Kritiker, wie das berühmte „Brett vor den Kopf schlagen“, so überzeugend präsentierten sich die Solinger.

Es folgten „Stalingrad“ (2011), „Blind Rage“ (2014) und nun im August 2017 „The Rise Of Chaos“. Es ist müssig, darüber zu diskutieren, in welcher Relation die „neuen“ ACCEPT zu den „alten“ stehen. Fest steht zweifelsohne, dass „The Rise Of Chaos“ sich nahtlos in die, an von Metal-Klassikern nur so gespickten, Hochzeiten der Band in den Achtzigern einreiht (gut, die anderen Alben wohl auch, da nix wirklich Schlechtes dabei ist).

Alleine der  Opener „Die By The Sword“ vereint alle Ingredenzien, die es braucht, um den perfekten Metal-Song zu kreieren.Auch nach mehrmaligem Hören fällt es mir schwer, einen Favoriten für mich herauszuhören, da sich Nackenbrecher (“ The Rise Of Chaos“,“What´s Done Is Done“, „Carry The Weight“) mit Mid-Tempo-Nummern („Koolaid“) abwechseln, somit die Scheibe sehr abwechslungsreich und technisch auf absolutem Highlevel ist.

Schreibt man über die Veröffentlichung eines Künstlers, einer Band, wie auch immer, verfällt man immer schnell in den Kritik- und Vergleichsmodus. Leider ist die Zeit wohl vorbei, in der ein neues Album ein Klassiker werden kann, das werden wir wohl erst in zwanzig Jahren merken. Schade eigentlich, den „The Rise Of Chaos“ ist ein Album, das alles vereint, was klassischer Power-Metal braucht. Würden wir Punkte vergeben auf einer Skala von 1 bis 10, dann läge „The Rise Of Chaos“ zwischen 11 und 12.

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