SCOTT FAGAN: Erste Welttournee des „verlorenen“ Meisterwerks! Im November drei Mal in Deutschland!

Was haben die die MAGNETIC FIELDS, INTERPOL, RODRIGUEZ und DOC POMUS gemeinsam?

 „Ein später Triumph“ – Rolling Stone

 Als nichts weniger als eine „großartige, intensive“ Platte bezeichnet Rolling Stone Redakteur Arne Willander das bereits 1968 erschienene und in diesem Jahr neu aufgelegte Album des amerikanischen Singer/Songwriters SCOTT FAGAN in seiner Video Kolumne auf Rolling Stone Online und sein schreibender Kollege Jörg Feyer fragt im Heft selbst: „Remember RODRIGUEZ?“

 Wahrscheinlich liegt es an diesem naheliegenden Vergleich, dass Arne Willander fälschlicherweise das 2016 erschienene Re-Release des Künstlers FAGAN, „ South Atlantic Blues“, dem Label Light In The Attic zuordnet, tatsächlich ist das „vergessene“ Meisterwerk jedoch auf Cecilia Knows erschienen, ein Label, welches bereits im Jahre 2011 mit den Wiederveröffentlichungen des genialen MICKEY NEWBURY auf sich aufmerksam machte.

Aber egal, denn letzten Endes bleibt folgende richtige Erkenntnis: SCOTT FAGANs Debüt Album „South Atlantic Blues“ ist wie RODRIGUEZ Werk „Cold Fact“ ein wahrer verlorener Klassiker – ein mystisches, mythisches und tief gefühlvolles Meisterwerk.

Aufgenommen, als er gerade einmal 21 war, praktisch obdachlos und mittellos, wurde es ursprünglich 1968 auf Acto Records veröffentlicht, blieb jedoch obskur, verwirrt durch eine Serie von Beinahe-Zusammenstößen. Auf der 52sten Straße in New York geboren, war SCOTT der Sohn eines Saxophon-Spielers, welcher sich mit bekannten Jazz-Größen verbrüderte. Die familiäre Verbindung mit der Musik schloss ihren Kreis, als FAGAN heraus fand, dass er der biologische Vater von STEPHIN MERITT von den MAGNETIC FIELDS war. Allerdings dauerte es bis zum Jahr 2013, bis sich SCOTT und STEPHIN zum ersten Mal trafen. Anlass war die Premiere der Dokumentation über den Komponisten DOC POMUS, der 1964 dem damals unbekannten FAGAN die Chance gab, eine Platte aufzunehmen und ihn unter Vertrag nahm. Vom Komponisten DOC POMUS gemanagt und vom Texter MORT SHUMAN unterstützt, nahm SCOTT frühes Material für Columbia und Bert Berns BANG Label auf, bevor er bei Atco unter Vertrag ging.

Dort erschien 1968 schließlich „South Atlantic Blues“, ein Werk gebadet in delikatem Psych, Soul und resonanten Acoustic-Gitarren „die dich bis zum Kern schlagen und steinigen“ (Shindig). Dabei handelt es sich um einen epischen Song-Zyklus über FAGANs hartes Leben auf den Virgin Islands, wo er aufgewachsen ist und bis zu seinem 19. Lebensjahr gelebt hatte, bis er zu seinem Geburtsort New York City zurückkehrte.

Die ganze Story hinter SCOTT FAGAN und STEPHIN MERRITT kann man hier und/oder hiernachlesen.

Nachlese: 1969 fand der Künstler JASPER JOHNS „South Atlantic Blues“ in einer Box für reduzierte Schallplatten, verliebte sich in das Album und nutze es als Inspiration für drei seiner Kunstwerke, welche als „SCOTT FAGAN Record“ bekannt sind. Die Stücke sind nun permanent in den Sammlungen des MOMA, der Met und des Walker Art Centers ausgestellt.

Erstmals kommt SCOTT FAGAN mit dem Album auch auf Welttournee, begleitet von einer ausgezeichneten Band: Gitarrist Tyler Evans (BLACK SWANS), Bassist Brad Truax (INTERPOL), Organist Wilder Schwartz (RUN THE JEWELS) und Drummer Ryan Sawyer (CASS MCCOMBS). Es dürften Abende rund um einen verlorenen Klassiker werden, die kein Anwesender je vergessen wird.

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