EIN OBDACHLOSER MUSIKER, EIN UNVERGESSLICHER SONG

DOUG SEEGERS – Biografie

UND EINE BEGEGNUNG, DIE EIN GANZES LEBEN VERÄNDERN SOLLTE:

Die unwahrscheinliche Geschichte des 67-jährigen Singer/Songwriter/Gitarristen Doug Seegers liest sich wie ein Songtext und ist eine kraftvolle, berührende Geschichte von Erlösung. Vor allem aber erinnert sie uns mit ihrer hoffnungsvollen Botschaft daran, dass es niemals zu spät ist, sein Leben zu ändern oder seinen Träumen zu folgen.

Nach vielen Jahren in einem Sumpf aus Drogen und Alkohol änderte sich das Leben des damals 62-jährigen Nashville-Straßenmusikers Doug Seegers über Nacht. Ein Hit machte ihn in Schweden zum Superstar, seither folgten hunderte ausverkaufte Shows. Nachdem Dougs zwei Bestseller-Alben mit Gold und Platin ausgezeichnet wurden, nahm er im Frühling 2018 in Los Angeles sein erstes internationales Album mit Produzentenguru Jeo Henry auf. Das Ergebnis ist das mit großer Spannung erwartete, zutiefst emotionale Album „A Story I Got To Tell“, das im Mai 2019 erscheinen wird.

Obwohl Doug Seegers sein ganzes Leben lang von einer Karriere in der Musikindustrie geträumt hatte und mit dem Hard-Country von Hank Williams, dem offenherzigen Country Rock von Gram Parsons, den beseelten Liebesliedern von Emmylou Harris und dem ikonisch amerikanischen Klang eines Johnny Cash aufgewachsen war, hätte er sich niemals träumen lassen, dass sein Weg zum Ruhm ihn von einem Leben als Junkie in den Straßen New York Citys zu einer Suppenküche nach Nashville führen würde, wo sich alles schlagartig an einem einzigen Nachmittag ändern sollte.

Seine Jugend in Queens, New York wurde von Soul, Blues, Jazz und dem Wunsch befeuert, es als Musiker zu schaffen. Als sein Dad ihn und seine Familie im Stich ließ, ließ sich der achtjährige Doug, allein und einsam in seinem Zuhause in Long Islang, nur von der Gitarre und den Hank-Williams-Platten trösten, die sein Vater zurückgelassen hatte.

Jahrelang jagte Seegers seinen Musikträumen hinterher, spielte in New York City, in Austin und anderen Städten, nahm irgendwann auch mal eine Handvoll Songs auf, während er parallel dazu schon auch mal als Tischler arbeitete. Nachdem er seine eigene Familie gründete, zog es ihn nach Nashville – im Gepäck nur seine einzige Gitarre und eine Ansammlung von Spiralblöcken, die zwei Dekaden Songwriting enthielten. Die ganze Zeit kämpfte er mit Drogen- und Alkoholmissbrauch, bis er irgendwann auf den Straßen Nashvilles landete. Allein, obdachlos und mit seiner Gitarre als einzigem Besitz.

An einem Morgen im Jahr 2013, in einem allumfassenden Moment der Verzweiflung, übergab sich Doug dem Entzug und verschrieb sich erneut zu seinem Lebenstraum Musik. Er ließ Drogen und Alkohol hinter sich, wandte sich Gott zu, suchte Erlösung, fand einen tiefen Glauben – und wurde vor Stacy Downeys „The Little Pantry That Could“, einer Suppenküche in West-Nashville, als Musiker entdeckt. Doug war Stammgast in der Suppenküche, weil er dort mehr erhielt als einen vollen Bauch. Insbesondere die Nahrung für seine Seele hatte es ihm angetan – und die bekam er hier in Form von Ermutigung, manchmal auch in Form neuer Gitarrensaiten. Genau dort war es, dass Doug auf die schwedische Country-Ikone Jill Johnson traf, die nach Nashville gereist war, um eine Dokumentation über die unglückseligen Musiker zu drehen, die bei den Musiknächten in Downeys Suppenküche auftraten. Einer davon war Doug Seegers.

Tief in ihrem Inneren wusste Downey, dass es von all diesen Musikern mit ihren ramponierten Gitarren, gerissenen Saiten und verblichenen Hoffnungen zweifellos Doug Seegers war, den Jill Johnson hören musste. Zunächst war Doug wenig begeistert von der Idee, ließ sich dann aber doch überreden, setzte sich neben Johnson ins Gras und sang „I’m going down to the river, to wash my soul again/I been running with the devil, and I know he is not my friend.“

Als er ebendiesen Song, „Going Down To The River“, Anfang 2014 in einer großen schwedischen TV-Show performte, machte ihn das über Nacht zum Star – und zum Spitzenreiter der iTunes-Charts.

Sehr bald danach folgte ein dreitägiger Aufnahmemarathon in Nashvilles legendärem Sound Emporium – jenem kultisch verehrten Studio von Cowboy Jack Clement, Mitglied der Country Music Hall Of Fame und enger Freund von Johnny Cash, der ebenso dort aufgenommen hatte wie Emmylou Harris, Taylor Swift, Elvis Costello und zahllose andere Größen.

Gerade noch ein arbeitsloser Straßensänger, nahm Seegers jetzt also an einem heiligen Ort auf. Und der Rest, wie man so schön sagt, ist Geschichte.

Im Mai 2014 erreichte Doug Seegers erstes Album „Going Down To The River“ (produziert von Will Kimbrough und unterstützt von den besten Musikern Nashvilles) nach nur wenigen Wochen die Nummer Eins der schwedischen Charts. Ein unbekannter, übel zugerichteter und gebrochener Obdachloser, der von einer schwedischen Country-Sängerin auf den zwielichtigen Straßen Nashvilles entdeckt worden war, war über Nacht zur Sensation in Skandinavien geworden – und zu einem Paradebeispiel für das Durchhaltevermögen des menschlichen Geistes. Dougs Verwandlung kann man getrost als Cinderella-Geschichte bezeichnen. Als Märchen, als Wunder.

Heute beweisen sein bemerkenswertes Debüt „Going Down To The River“, sein mit viel Begeisterung aufgenommenes Folgewerk „Walking On The Edge Of The World“ (ebenfalls produziert von Kimbrough und aufgenommen in Nashville), ein Duett-Album mit Jill Johnson, eine hochgeschätzte Weihnachts-Platte sowie ein angesehener Hank-Williams-Tribut, dass Seegers nirgendwohin gehen wird. Er ist gekommen, um zu bleiben. Seine Alben und Singles zeigen natürliches musikalisches Können und grandioses Songwriting-Talent ebenso wie eine Fähigkeit, tiefe Emotionen zwischen Einsamkeit und Verzweiflung auf der einen und Freude und Erlösung auf der anderen auszudrücken – mit Songs, die sich spielend zwischen schwungvollen Texas-Tänzen, herzergreifenden Liebesliedern, stampfenden Honky-Tonk-Krachern und ausgelassenem Rock bewegen.

Sprung ins Jahr 2019: Doug Seegers‘ Leben hat sich drastisch verändert seit diesem magischen Frühlingstag 2014. Sein Aufstieg zum Ruhm, sein Erfolg über Nacht, seine Songs an den Spitzen der Charts und seine Verwandlung von einem obdachlosen Straßenmusiker in Nashville zu einem Star in Schweden mit zahlreichen Platten, über 300 ausverkauften Shows, kilometerlangen Schlangen bei Autogrammstunden und Artikeln in den wichtigsten Magazinen ist Stoff für die Märchenbücher – und einer, der noch längst nicht auserzählt ist.

Im Frühling 2018 nahm Doug Seegers sein neues Album „A Story I Got To Tell“ in Los Angeles auf. Dafür arbeitete er mit Joe Henry zusammen, der in den Neunzigern bei der Produzentenlegende T-Bone Burnett in Lehre war und schon Elvis Costello, Bonnie Raitt, Glen Hansard, Aimee Mann, Solomon Burke, Bettye LaVette, Meshell Ndegeocello und viele weiteren hochdekorierten Künstlern produziert hat.

„Mit Joe Henry zu arbeiten war eine der revolutionärsten und wegweisendsten Erfahrungen überhaupt“, sagt Seegers. „Dieses Album ist meine wahrscheinlich persönlichste Songwriting-Erfahrung und zeigt mir jeden Tag aufs Neues, warum ich mich für meinen Entzug, meine Erlösung und meinen Glauben entschieden habe. Ich weiß, dass ich meine Botschaft durch meine Musik zu den Menschen bringen und ihnen damit helfen kann. Deswegen bin ich hier. Das ist die Geschichte, die ich erzählen muss.“

Produzent Henry fühlte sofort eine Verbindung zu Dougs charismatischer Art, seinen seelenvollen Songs und seiner künstlerischen Empfindsamkeit. Das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit führt Doug sogar über seinen klassischen Country-Sound hinaus und direkt hinein in eine reiche Landschaft, in der Soul, Blues, Rock und Gospel miteinander verschmelzen und Doug Seegers als neuen Vertreter klassischer amerikanischer Musik in derselben legendären Kategorie wie  Ray Charles, Johnny Cash, Willie Nelson oder Roy Orbison etablieren.

Das neue Album „A Story I Got To Tell“ enthält auch zwei „Coversongs“: „Poor Side Of Town“ sowie „White Line“, geschrieben vom Kanadier Willie P. Bennett und langsam gereift während Dougs Jahren als Straßenmusiker, wo er sich Lieder wie diese nach und nach zu eigen machte – mit dem Ergebnis, dass sich „White Line“ heute so anhört, als wäre es von ihm oder für ihn geschrieben worden.

Herz des Albums ist jedoch das inspirierende „Give It Away“, ein Stück über Dougs schwere, spirituelle Reise von seinem Tiefpunkt als Junkie über seine Wiedergeburt und seinen Entzug bis hin zu seiner Erlösung. Auf ergreifende Weise erzählt der Song Dougs Geschichte von Karma, göttlicher Intervention und der Entdeckung seines Lebensinhalts bei einem Treffen der Anonymen Alkoholiker. In „Six Feet Under“ nimmt Doug seine Hörer mit zurück in die dunkle Zeit, als er nach einer sehr erfolgreichen Weihnachtstour durch Schweden nach Nashville zurückkehrte. Da saß er nun, in seinem alten gemieteten Zimmer, um Weihnachten und Silvester zu feiern, und wurde mit der bitteren Wahrheit konfrontiert, dass er allein und ohne Freunde war – mal abgesehen von seinem ehemaligen Drogendealer, der ihm trotz seiner Abstinenz die Treue hielt.

„Rockabilly Bug“ treibt das Album gehörig an und erinnert die Hörer daran, dass Doug hinter seinen beseelten Geständnissen ein mindestens ebenso begnadeter Entertainer ist. Nicht ohne Grund ist dieser Rockabilly-Kracher ein echter Publikumsliebling bei seinen Konzerten.

Das wunderschöne „Life Is A Mystery“, ein trauriges und dennoch hoffnungsvolles Liebeslied, beschließt das Album.

Im September vergangenen Jahres wurden Doug Seegers herbeigesehnte Memoiren GOING DOWN TO THE RIVER (geschrieben mit Steve Eubanks) in den USA von HarperCollins/Thomas Nelson Books verlegt.

Doug Seegers inspiriert seine Fans mit seiner Geschichte von Erlösung und seinem unerschütterlichen Glauben in die wundersame Kraft Gottes. „Meine Lebensgeschichte erlaubt es mir, anderen zu sagen, dass es noch nicht zu spät ist – ganz gleich, wie tief man gesunken bist oder was man getan hast. Und wenn du deine Augen und dein Herz öffnest, dann wirst vielleicht auch du ein Wunder erleben.“

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.